In den letzten zehn Jahren starben in Basel-Stadt 13 Menschen bei Velounfällen. 2020 gab es 50 Schwerverletzte, die auf Velos unterwegs waren, 5 davon auf E-Velos. 81 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle ereigneten sich im Aktivverkehr.
Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass mit getrennter Veloführung mehr Menschen vom Auto auf das Velo umsteigen, weil sie sich sicher fühlen können.
Sichere Velowege verringern die Motorfahrzeugdichte und bringen Entlastung für alle.
Für gute Velorouten braucht es gesetzliche Standards. In Basel-Stadt besteht das offizielle Velo-Netz nur auf dem Papier. Der Autoverkehr hat zumeist Priorität und es fehlt an durchgehenden Velospuren, die sicher durch die Stadt führen. Deshalb sollen durchgehende Velospuren mit zwingender Mindestbreite gesetzlich verankert werden, mit Ausnahmen, wo es baulich nicht anders geht.
Eine gute Wegweisung soll die Orientierung erleichtern. An gefährlichen Verkehrsknoten sollen die Verkehrsmittel entflechtet werden: mit separater Veloführung passieren weniger Unfälle!
Auch viel befahrene Strecken und Problemzonen sollen sicher passiert werden können. Velofahrende sollen nicht als «Fleischbremse» zur Geschwindigkeitsreduktion von Autos missbraucht werden. Getrennte Verkehrsflächen leisten dies effizienter und mit weniger Stress für Menschen auf dem Velo.
Mischzonen von Fuss- und Veloverkehr sind zu vermeiden.
Velo-Vorzugsrouten und eine konsequente Aufwertung der Basis- und Pendlerrouten sollen innert verbindlicher Fristen realisiert werden. Die verwaltungsinternen Verfahren von der Projektgenehmigung bis zum Baubeginn sollen maximal 12 Monate beanspruchen. Heute dauert es oft viele Jahre bis längst gefällte Entscheide endlich umgesetzt werden.

2020 gab es 50 Schwerverletzte auf Velos, davon 5 Personen auf E-Bikes.
81% der im Verkehr tödlich Verunfallten waren per Velo oder zu Fuss unterwegs
In den letzten zehn Jahren gab es in Basel-Stadt 27 tödliche Verkehrsunfälle. 13 davon waren Menschen auf Zweirädern, davon 12 auf dem Fahrrad und 1 auf dem Mofa; 9 tödlich Verunfallte waren zu Fuss unterwegs. (Angaben Jahresunfallstatistiken, Polizei BS).
Nebenstrassen sind gefährlich – darum mehr Velospuren
Über 80 Prozent der tödlichen Unfälle ereigneten sich in Basel-Stadt auf Nebenstrassen. Personen in Autos sind gut geschützt. Das Nachsehen haben Menschen auf dem Velo und Zufussgehende. (Angaben Jahresunfallstatistiken, Polizei BS).
Konflikte vermeiden – dank Entflechtung
In Basel-Stadt ist das offizielle Velo-Netz ungenügend, weil nicht durchgehend markiert, auch nicht auf stark befahrenen Strassen. Der Autoverkehr hat zu oft Priorität. Deshalb gehören Durchgängigkeit und Mindestbreiten in ein Gesetz, mit Ausnahmen, wo es örtlich nicht anders geht.
An gefährlichen Knotenpunkten soll der Veloverkehr entflechtet werden. Umbau und Erweiterungen von bestehenden Fussgängerunterführungen sind systematisch zu prüfen (bereits realisiert: Kreuzung Thomaskirche).
Menschen auf dem Velo dürfen nicht als «Fleischbremse» missbraucht werden, damit Autos ihre Geschwindigkeit reduzieren.
Verbindliche Fristen
Velo-Vorzugsrouten und Basis- und Pendlerrouten mit Mindestbreite sollen innert verbindlichen Fristen realisiert werden: innert zwei Jahren sollen durchgehende Markierungen realisiert werden.
Bis 2045 soll eine durchgehende, ebenbürtige Infrastruktur für das Velo entstehen, vergleichbar der Sicherheit und dem Komfort, den heute die Automobilistinnen und Automobilisten geniessen können.