
«Das Velonetz existiert in Wirklichkeit nur auf dem Papier, ein grober Etikettenschwindel.»
Rudolf Rechsteiner ist schweizweit als engagierter und faktensicherer Energiepolitiker bekannt. Unterdessen hat er seine Liebe zum Velo entdeckt und in Basel-Stadt die Initiative für sichere Velorouten angestossen.
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Verein Volksinitiative sichere Velorouten, Römergasse 30, 4058 Basel
Mit dem Teilrichtplan Velo wollte man in Basel-Stadt gute Velowege realisieren. Doch viele Velo-Routen existieren nur auf dem Papier oder verlaufen qualitativ unbefriedigend. Das bedeutet ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Knapp die Hälfte der tödlichen Verkehrsunfälle in Basel-Stadt betreffen Velofahrende. Im Jahr 2020 haben sich 45 Velofahrende schwer verletzt. Velofahren muss sicherer werden. Dann entscheiden sich mehr Menschen für dieses effiziente, gesunde und kostengünstige Verkehrsmittel.
Das sind die zentralen Forderungen der Initiative:
Velo-Vorzugsrouten sind priorisierte Verkehrsachsen mit angemessener Breite. Werden sie auf Nebenstrassen geführt, wird der motorisierte Durchgangsverkehr stark reduziert. Velo-Vorzugsrouten übernehmen eine Transit- und Sammelfunktion auf wichtigen Strecken, stehen aber dem Autoverkehr zu Erschliessungszwecken weiterhin offen. Sie werden durchgehend markiert und haben eine Planungsbreite von mindestens 2,4 m pro Fahrrichtung. Bei baulichen Engnissen gelten örtlich geringere Mindestbreiten. Auf Vorzugsrouten gilt Vortritt fürs Velo gegenüber einbiegenden Nebenstrassen. Velo-Vorzugsrouten eignen sich gut für ältere oder weniger geübte Velofahrende. Sie ermöglichen flüssiges und sicheres Fahren. Auch das Nebeneinanderfahren soll auf Nebenstrassen möglich sein.
Das Velofahren soll dank separierten Verkehrsflächen attraktiver werden. Längere Distanzen und Steigungen sind dank E-Bikes einfacher zu bewältigen. Auch Lastenvelos und E-Trottinetts sollen ausreichend Platz erhalten und sicherer werden. Das Velo-Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Deshalb wollen wir die Infrastruktur anpassen. Dem Velo darf als Verkehrsmittel nicht länger eine untergeordnete Rolle zukommen.
Die Velorouten im Teilrichtplan Velo müssen aufgewertet und mit Vorzugsrouten ergänzt werden. Markierungen und kleine bauliche Massnahmen sollen innert zwei Jahren, grosse bauliche Anpassungen bis 2035 umgesetzt werden. Kritische Kreuzungen gilt es schrittweise zu entflechten – dank Geldmitteln aus einem Velofonds, der mindestens bis 2045 die Finanzierung von Massnahmen sichern soll.
In den letzten zehn Jahren gab es 27 tödliche Verkehrsunfälle, 81 % davon im Velo- und Fussverkehr. Es starben 13 Menschen auf Zweirädern (48 %), 9 Menschen starben im Fussverkehr (33 %). Im Jahr 2020 zählte die Unfallstatistik 55 Schwerverletzte, die auf Zweirädern (ohne Motorräder) unterwegs waren. Darunter waren 45 Velofahrende, 5 Personen auf E-Bikes, 2 auf einem Motorfahrrad und 3 auf einem E-Trottinett.
Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass mit getrennter Veloführung viel mehr Menschen vom Auto auf das Velo umsteigen. Sichere Velowege verringern so die Verkehrsdichte und bringen Entlastung für alle. Für gute Velorouten braucht es gesetzliche Standards. In Basel-Stadt besteht das offizielle Velo-Netz nur auf dem Papier. Der Autoverkehr hat Priorität und es fehlt sehr oft an sicheren Velospuren. Deshalb muss die Mindestbreite ins Gesetz, mit Ausnahmen, wo es baulich nicht anders geht!
Velostreifen oder Velowege braucht es auf allen vielbefahrenen Strecken. Eine gute Wegweisung soll die Orientierung erleichtern. Zudem braucht es mehr Veloabstellplätze (§ 16 Umweltschutzgesetz). An gefährlichen Knotenpunkten sollen die Verkehrsmittel entflechtet werden: mit separater Veloführung, Über- oder Unterführungen, damit die Unfallzahlen sinken. Die Erweiterung von Fussgängerunterführungen ist systematisch zu prüfen (bereits realisiert: Kreuzung Thomaskirche). Problemzonen sollen sicher passiert werden können. Velofahrende dürfen nicht als «Fleischbremse» zur Geschwindigkeitsreduktion von Autos missbraucht werden. Mischzonen von Fuss- und Veloverkehr sind zu vermeiden. Velo-Vorzugsrouten und eine konsequente Aufwertung der Basis- und Pendlerrouten sollen innert verbindlichen Fristen realisiert werden. Die «interne» Genehmigung von beschlossenen Projekten soll maximal 12 Monate beanspruchen – heute dauert dies oft mehrere Jahre.
Die Initiative für sichere Velorouten wird getragen von einem breit abgestützten Komitee mit Menschen aus der Zivilgesellschaft und der Politik. Es eint sie die Vision von einem Basel mit durchgängigem und gut ausgebautem Velonetz, in dem sich die Velofahrenden sicher und konfortabel fortbewegen können.
Rudolf Rechsteiner
Natalie Berger
Tobias Christ
Sina Deiss
Raffaela Hanauer
Laurin Hoppler
Doris Hunziker
Anina Ineichen
Gülsah Köpüklü
Lea Levi
Lucas Linder
Martin Lüchinger
Steffi Luethi-Brüderlin
Lisa Mathys
Jean-Luc Perret
Nino Russano
Benjamin Rytz
Aurel Schmidlin
Susanne Signer
Lea Steinle
Jérôme Thiriet
Jörg Vitelli
Christoph Wydler
Claude Wyler
Tonja Zürcher
Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an:
Rudolf Rechsteiner
061 22 22 478
basel@sichere-velorouten.ch
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